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Hinweise zum geänderten Konsulatsbetrieb aufgrund von COVID-19

21.08.2020 - Artikel

Hier finden Sie wichtige Informationen zu den Änderungen im Konsularbetrieb der Deutschen Botschaft Jaunde.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die aktuelle Pandemie stellt die Welt vor neue Herausforderungen. Viele wichtige Punkte sind auch bis heute nicht völlig geklärt. Die Botschaft Jaunde musste zunächst den Besucherverkehr Mitte März vollständig einstellen. Dies bedeutete jedoch nicht, dass der Dienstbetrieb eingestellt war. Wir waren immer und sind weiterhin im Dienst. Allerdings in einem Schichtsystem mit reduziertem Präsenzpersonal, da auch wir hier in Jaunde unmittelbar von der Pandemie betroffen waren und es leider auch weiterhin sind. Die verordnete soziale Distanz hat unsere Arbeitsabläufe auf den Kopf gestellt. Viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durften die Dienstgebäude über einen langen Zeitraum nicht betreten.

Außerdem hatte sich das Aufgabenspektrum gewandelt. Durch die Schließung der kamerunischen Staatsgrenze am 17.03.2020 waren fast 1.000 deutsche Staatsangehörige in Not geraten, die sich hilfesuchend an die Botschaft gewandt haben. Diese Fälle hatten absolute Priorität, sodass die Bearbeitung der anderen Konsularaufgaben eingestellt werden musste. Noch immer befinden sich gestrandete deutsche Staatsangehörige im Land und können nicht nach Hause zurückkehren. Gleiches gilt natürlich auch für eine Vielzahl kamerunischer Bürger und Bürgerinnen, die in Deutschland ihren Lebensmittelpunkt haben und sich vorübergehend in Kamerun aufhalten. Für diesen Personenkreis können wir jedoch aus rechtlichen Gründen keine konsularische Betreuung leisten. Es wird daher um Verständnis gebeten, dass hier an die kamerunischen Behörden verwiesen werden muss.

Es gibt nach wie vor keinen sicheren Impfstoff, um Menschen zu schützen. Dennoch müssen wir mit dieser Situation umgehen. Das Auswärtige Amt hat daher den deutschen Auslandsvertretungen die Weisung erteilt, den Dienstbetrieb – wenn immer möglich - nach dem Motto der „maximalen Sicherheit bei fortgesetztem Einsatz“ aufrecht zu erhalten. Die Maxime der „maximalen Sicherheit“ gilt nicht nur für die Bediensteten, sondern auch für unsere Kunden. Es wurde daher ein strenges Hygienekonzept erstellt, welches nunmehr eine schrittweise Wiederaufnahme des Besucherverkehrs mit erheblich reduzierter Kapazität zulässt. Die Botschaft ist sich bewusst, dass diese reduzierte Kapazität nicht ausreichend sein wird, um alle Anfragen bedienen zu können. Es ist jedoch besser als nichts.

Die Priorisierung der Aufgaben und dessen, was unter Sicherheitsaspekten machbar ist, wird wochenweise evaluiert. Es wird ständig geprüft, welche Dienstleistungen erbracht werden können und welche nicht. In einigen Fällen kann es durch die individuellen Umstände auch dazu kommen, dass eine Bearbeitung nicht möglich ist obwohl die Dienstleistung nachstehend aufgeführt ist (weil ein Teil der für die Bearbeitung erforderlichen Schritte nicht in im abgetrennten Schalterbereich erfolgen kann, z. B. DNA-Entnahmen). Hier muss um Ihr Verständnis gebeten werden, wenn im Einzelfall Ihres individuellen Anliegens die Bearbeitung entweder zunächst ausgesetzt oder abgelehnt werden muss.

Für die Aufrechterhaltung der Dienstleistungen ist die aktuelle Situation in Kamerun ebenfalls von entscheidender Bedeutung und fließt in die Risikobewertung mit ein. Die Botschaft weist ausdrücklich darauf hin, dass eine erneute Einstellung des Besucherverkehrs nicht ausgeschlossen ist und Termine kurzfristig erneut storniert werden können. Die Terminanfragen werden über unser Terminbuchungssystem verwaltet und in der Reihenfolge der Eintragung abgearbeitet. Nur in außergewöhnlichen Notfällen kann ein Sondertermin gewährt werden. Diese Entscheidung, ob es sich in Ihrem konkreten Fall um einen solchen Notfall handelt, liegt im ausschließlichen Ermessen des Konsulats. Um den Aufwand der Stornierungen in einem geringen Rahmen zu halten, werden Termine im Buchungssystem mit einem maximalen Vorlauf von 2 Wochen bestätigt. Aufgrund der bereits bestehenden hohen Anzahl von Terminregistrierungen müssen Sie daher mit einer verlängerten Wartezeit auf eine Terminzuteilung rechnen. Bitte sehen Sie von unnötigen Terminnachfragen per E-Mail ab, diese binden wertvolle Arbeitszeit, die wir gerne für die inhaltliche Bearbeitung der Fälle nutzen möchten.

Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, haben wir diese Möglichkeiten hier für Sie zusammengefasst:

Nothilfe für Deutsche

Beglaubigungen und Beurkundungen

Pass

Visa

Urkundenüberprüfung

Kunden, mit aufschiebbaren Routineanliegen, wird im Interesse der eigenen Gesundheit dringend geraten, zuhause zu bleiben.

Eine Vorsprache ohne Termin ist künftig in keinem Fall mehr möglich!

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