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Visum zu Studienzwecken

Studierende des Informatik-Masterprogramms für afghanische Dozenten
Studierende des Informatik-Masterprogramms für afghanische Dozenten© TU Berlin

Hier finden Sie alle Informationen zur Visumbeantragung, wenn Sie einen Sprachkurs oder Ihr Studium (auch Promotion und Stipendiaten) in Deutschland absolvieren möchten.

Für die Beantragung eines Visums zu Studienzwecken ist eine längere Vorbereitung notwendig. Die folgenden Informationen sollen Ihnen als Leitfaden dienen, welche Unterlagen Sie benötigen, wie viel Vorlaufzeit Sie für die Organisation einplanen sollten.

Antrag vorbereiten

Bereiten Sie Ihren Antrag in folgenden drei Schritten vor:

Hinweis: Alle Unterlagen sind im Original mit zusätzlich zwei Fotokopien einzureichen. Originale werden nach Abschluss des Verfahrens zurückgegeben. Alle Dokumente, die nicht in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfasst sind, müssen zudem übersetzt werden.

FAQ

50.000 FCFA für Antragsteller ab dem 18. Lebensjahr

25.000 FCFA für Antragsteller bis zum 18. Lebensjahr

Gebührenfrei: Antragsteller, die für ihren Aufenthalt in Deutschland ein Stipendium aus öffentlichen Mitteln erhalten.

Die Bearbeitungsdauer beträgt ab vollständiger Vorlage aller Unterlagen 2 Monate. Im Einzelfall kann sich diese durch die Bearbeitungsdauer bei der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland verlängern.

Sachstandsfragen werden vor Ablauf der regulären Bearbeitungsdauer nicht beantwortet.

Liegt noch keine förmliche Zulassungsentscheidung einer deutschen Hochschule vor (sog. bedingte Zulassung), hat der Visumantragsteller den Nachweis zu erbringen, dass er über die erforderlichen Deutschkenntnisse verfügt. Grundsätzlich müssen für ein Studium die Sprachkenntnisse der Stufe DHS1, DHS2 oder TestDaf vorliegen.

Diese können ggf. auch im Rahmen eines studienvorbereitenden Sprachkurses an der Universität oder bei einem privaten Sprachkursanbieter erworben werden.

Die Botschaft Jaunde empfielt die Vorlage von mindestens B1-Sprachkenntnissen, um die Plausibilität und die Glaubwürdigkeit der Motivation für den angestrebten Studienaufenthalt zu stützen.

Für englischsprachige Studiengänge müssen die gefordeten Englischkenntnisse (z.B. TOEFL-Zertifikat) vorgelegt werden.

Hinweis: Es werden nur ALTE-Sprachzertifikate (Goethe-Institut, ÖSD, telc, TestDaf) akzeptiert.

Im Rahmen des Visumverfahrens ist die Finanzierung für das erste Studienjahr nachzuweisen, sofern das Studium nicht für weniger als ein Jahr aufgenommen werden soll. Bei allen Finanzierungsmöglichkeiten muss aktuell ein Betrag von mindestens 720 EUR pro Monat (8640 EUR pro Jahr) nachgewiesen werden. 

  • Sperrkonto

Bisher gab es mit der Deutschen Bank nur einen bundesweiten Anbieter, der Sperrkonten für ausländische Studenten anbietet. Dieses Angebot kann weiter genutzt werden.

Zu Mitte Januar 2017 ist die Firma Fintiba (www.fintiba.com) mit ihrem Angebot gestartet. Seit April 2018 gibt es außerdem die Firma X-Patrio (www.x-patrio.com).
Diese begleiten mit einer App ausländische Studentinnen und Studenten auf dem Weg zum Studium in Deutschland und bieten in diesem Zusammenhang auch die Eröffnung eines Sperrkontos an. Die App und das Sperrkonto kann auch von Arbeitsplatzsuchenden und Auszubildenden genutzt werden.

Dieser Prozess erfolgt vollständig online und ohne Unterschriftsbeglaubigung durch die Botschaft. Das dann eröffnete Sperrkonto genügt den Anforderungen des Visumverfahrens.

Minderjährige Studenten müssen weiterhin ein Sperrkonto bei der Deutschen Bank einrichten.
Eine Terminvereinbarung zur Unterschriftsbeglaubigung ist nicht notwendig. Bitte sprechen Sie Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr in der Botschaft vor.


  • Verpflichtungserklärung 

Dritte, die im Inland wohnen und die Lebensunterhaltssicherung übernehmen wollen, können eine Verpflichtungserklärung bei der zuständigen Ausländerbehörde abgeben.

Diese muss den Vermerk "nachgewiesen" enthalten. Verpflichtungserklärungen, bei denen die Finanzierung "glaubhaft gemacht" wurde, können für die Beantragung eines Studienvisums leider nicht akzeptiert werden.

Sollte ein Verwandter in Deutschland für Sie eine Verpflichtungserklärung abgegeben haben, fügen Sie bitte Ihrem Visumantrag die entsprechenden Verwandtschaftsnachweise bei (z.B. Geburtsurkunden).

  • Stipendium

Sollten Sie ein Stipendium (z.B. vom DAAD, Erasmus+, einer Universität oder einer Stiftung) erhalten haben, so kann dies als Finanzierungsnachweis akzeptiert werden. Bitte beachten Sie, dass auch Stipendien mindestens den oben genannten Monats-/Jahresbetrag abdecken müssen. Sollte das zugesagte Stipendium die Summe nicht abdecken, so müssen einen weiteren Nachweis (z.B. Sperrkonto) in Höhe des Fehlbetrages nachweisen.

Deutsche Universitäten unterscheiden zwischen zwei Zulassungsbescheiden:

  • unbedingte Zulassung: Alle Zulassungsvoraussetzungen für den gewählten Studiengang an der jeweiligen Universität sind bereits erfüllt.
  • bedingte Zulassung: Es sind noch nicht alle Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. In den meisten Fällen liegen die notwendigen Sprachkenntnisse noch nicht vor und müssen im Rahmen eines studienvorbereitenden Sprachkurses erworben werden. Die Botschaft führt in diesen Fällen eine zusätzliche Plausibilitätsprüfung durch, ob die für das Studium notwendigen Sprachkenntnisse mit Hinblick auf das bisherige Sprachniveau und den in der Zulassung angegebenen Semesterbeginn angemessener Zeit erworben werden können.

Bitte beachten Sie, dass bereits abgelaufene Zulassungen und Sprachkurseinschreibungen nicht akzeptiert werden.

Auf der Seite für der Datenbank ANABIN (Anerkennung und Bewertung ausländischer Bildungsnachweise) können Sie prüfen, ob Ihr ausländischer Bildungsabschluss anerkannt oder vergleichbar ist.

Die Wartezeit für einen Termin zur Visumbeantragung beträgt aufgrund der hohen Nachfrage derzeit mehr als 10 Monate. Für leistungsstarke Studenten (BAC 12.00 oder besser), Stipendiaten und Doktoranden steht eine gesonderte Terminkategorie zur Verfügung. Der angegebene Nachweis (z.B. Stipendienzusage, Zeugnis) muss bei Antragstellung vorgelegt werden. Ein fehlender Nachweis führt zu einer sofortigen Zurückweisung des Antrages.

Sie können gegen die Entscheidung bei der Botschaft remonstrieren oder beim zuständigen deutschen Verwaltungsgericht Klage erheben.

Alle Informationen zum Remonstrationsverfahren finden Sie hier:


Da die Identität von Anrufern nicht überprüft werden kann, wird aus Gründen des Datenschutzes keine telefonische Auskunft erteilt.

Auskünfte können nur an den Antragsteller selbst oder an Dritte unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht des Antragstellers herausgegeben werden.

Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitungsdauer für Remonstrationen aufgrund der hohen Nachfrage derzeit einige Monate betragen kann. Es steht Ihnen frei, jederzeit einen neuen Antrag zu stellen. Sollten Sie einen neuen Antrag stellen und haben bereits eine Remonstration eingereicht, so wird diese als "zurückgezogen" betrachtet und nicht weiter bearbeitet.